Zum Geleit

"S' goht dr gega"

 

ist ein närrischer Lebensinhalt bei den schwäbisch-aleman­nischen Maschgerern, der sagen soll, daß es nach Ascher­mittwoch wieder der Fasnet zugeht.

Man kann in den letzten Jahren immer mehr feststellen, daß die schwäbisch-alemannische Fasnet und ihre Bräuche eine besondere Beliebtheit erfährt.  Der Grund hierfür liegt sicher darin, daß das närrische fasnetliche Treiben zu den faszi­nierendsten Festbräuchen zählt.

In der Fasnetslandschaft"Alb-Donau-Region" haben sich in den vergangenen Jahren "alte" und "junge" Narrenzünfte, Narrenvereine und Vereinigungen zusammengefunden.  Mit dem närrischen Lebensinhalt "Allen zur Freud, nie­mand zum Leid" wollen sie mit närrischer Freude und Begeisterung nach alter Väter Sitte Fasnet machen.

Dieses Buch soll dokumentieren und die Narrennester in der Alb-Donau-Region vorstellen, sowie die Maschgerer in Larv und Häs, wie sie sich bei der Straßenfasnet zeigen.  Besonders soll es Außenstehenden, Interessierten und Maschgerern eine Übersicht über diese närrische Bruder­schaft von 74 Zünften und Vereinigungen geben.  Die Bei­träge in Wort und Bild wurden von den sich Vorstellenden in eigener Regie gestaltet und im Original in dieses Buch übernommen, was in manch humorvoller Schreibweise und Bebilderung zum Ausdruck kommt.  Mit dieser Art der Darstellung "Phänomen Fasnet" wollen die Macher dieses Buches nicht Brauchtumsforscher zu Wort konunen lassen, sondern Menschen, die alljährlich ein Heimatfest der Maschgerer machen.  Ohne diese Personen wäre dieses Buch "S' goht dr gega" wohl nicht zustande gekommen und die "Alb-Donau-Region" als Fasnetslandschaft nicht bekannt geworden.

 

Dieses Buch soll kein Geschichtsbuch für die Nachwelt sein und erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.  Als erfahrener Fasnetsmacher, der weiß, was "Vorbereitung" heißt, darf ich allen Schreiberlingen, weiblich und männlich, für die Pfondiga Sach", die dieses Buch beinhaltet, ein herzlich närrisches Danke sagen.  Für die vielen Stunden und Tage, die dieses Werk in Anspruch genommen hat, möchte ich den Machem eine besondere Anerkennung aussprechen, und mein herzlich närrischer Dank ergeht an sie für die gelungene Arbeit.

Auch dem Geiger-Verlag in Horb am Neckar ein herzlich närrisches Dankeschön für die "bärige' Unterstützung.  Mö­gen viele Menschen, Narren und Nichtnarren, Interessierte und Außenstehende viel Spaß und Freude haben, wenn sie dieses Buch in die Hand nehmen und sich in unser leben­diges Fasnetsbrauchtum vertiefen.

 

Von all den weisen Lebensthesen hab ich mir eine auserwählt:

 

Wer nie ein rechter Narr gewesen, hat nie gelebt."

 

 

In der Fasnet 1998

 

Erwin Schäfer

Ehrenzunftmeister

der Narrenvereinigung Katzastrecker' Blaustein

 

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